Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg - Zentrum für die kulturelle, soziale und politische Jugendbildung in Schleswig-Holstein

  • Politische Bildung

Nachlese zur Ausstellung in der A.P. Møller Schule am 09.11

Ausstellung: 25 Jahre friedliche Revolution

Am vergangenen Sonntag feierte ganz Deutschland das 25. Jubiläum des Mauerfalls. Einzigartige Installationen wie die Lichtmauer in Berlin waren Höhepunkte dieses historischen Feiertages. Unzählige Beilagen in Zeitungen, Reportagen und Dokumentationen beförderten darüber hinaus eine breite gesellschaftliche Diskussion über Wirkung und Folgen der europäischen Teilung. Auch die deutsch-dänische Grenzregion beteiligt sich an diesem Diskurs und feierte das Jubiläum mit einer Veranstaltung in der A. P. Møller Schule. Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs hatten sich im Vorfeld an der IBJ Scheersberg in vier unterschiedlichen Werkstätten, kreatives Schreiben, bildnerisches Gestalten, Streetart und Fotografie, mit der DDR, spezieller dem Leben in und der Flucht aus der DDR auseinandergesetzt. Die vielfältigen Ergebnisse waren am Sonntag in der Schule zu sehen und zu hören. Die Schüler präsentierten ihre Werke den insgesamt über 75 Besuchern und standen Rede und Antwort. Die Teilnehmer der Schreibwerkstatt lasen einige ihrer Texte laut vor. Die Besucher zeigten sich begeistert von der Ausstellung und waren erfreut über ein Veranstaltungsangebot, das Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion bot. Prof. Dr. Thomas Wegener-Friis von der „Syddansk Universitet“ in Odense erläuterte dem interessierten Publikum in einem Vortrag die dänische Perspektive auf den langen Weg zur deutschen Einheit. Frau Dorothee Tams würdigte als Vertreterin der Stadt Schleswig in einem Grußwort die Besonderheit der Veranstaltung und war sichtlich beeindruckt von den ausgestellten Werken. Elmar Moldenhauer und Aaron Jessen, Initiatoren der Veranstaltung und verantwortlich für das Projekt „Schleswig-Holstein, Dänemark und die DDR – eine europäische Grenzregion im Kontext der deutsch-deutschen Teilung“ (gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), ziehen ein sehr positives Fazit aus der Veranstaltung. Sie verliehen zudem der Hoffnung Ausdruck, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur auch in Zukunft ein fester Bestandteil des öffentlichen Diskurses bleibt und nicht bloß an historische Jubiläen gebunden werde. 

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